Partnerprogramme / Affiliate Programme

Kann man mit der eigenen Webseite Geld verdienen?

"Geld verdienen mit der eigenen Homepage" - das Versprechen derzeit viele Internetseiten und bieten so genannte Partnerprogramme an. Aber was ist eigentlich dran an dem Geldregen aus dem Internet? Bringen diese Partnerprogramme - oder auf Englisch "Affiliate Programms" - eigentlich etwas für die Geldbörse. Für wen sind Partnerprogramme interessant und wie kann man sie optimal für die eigene Webseite benutzen.

Werbeflächen für den Merchant

Ein "Merchant" ist erst einmal jemand, der ein online oder offline Angebot hat. Das Angebot möchte er bewerben und dafür sorgen, dass möglichst viele Internetbenutzer es wahrnehmen. Es bietet sich an, andere Webmaster dafür "einzuspannen": Wirb du für mich und wenn ich damit Geld verdiene dann du sollst auch was vom Kuchen abbekommen. Im Grundsatz sind all diese Partnerprogramme für Ihre Homepage nichts anderes als die Vermietung von Werbeflächen. Allerdings bekommt man meist nur eine Miete für die Werbefläche, wenn der Kunde beim Merchant etwas kauft …

Genauso, wie unterschiedliche Zeitungen unterschiedliche Anzeigenpreise haben und diejenigen, die Werbung schalten, bestimmte Zielgruppen vor Augen haben, geht es auch bei der Auswahl der Werbeplätze im Internet. Nicht jede Homepage ist für jede Werbung geeignet - und nicht immer stimmen die Preise, die für die Werbung gezahlt werden sollen.

Werbung für verschiedenste Produkte

Partnerprogramme gibt es für verschiedenste Produkte. Zu den Bereichen, die die meisten partnerprogramme anbieten, gehören Finanzdienstleistungen (von der Versicherung über Aktien-Fonds bis zu Girokonten), alle Reisedienstleistungen (Mietwagen, Flüge, Hotels, Pauschalreisen, Ferienwohnungen usw.), alle Waren, die auch im Versandhandel erhältlich sind. Natürlich gehärt der gesamte Bereich Dating und Erotik mit vielen verschiedenen Anbietern international zu den großen Angeboten für Partnerprogrammen. In den letzten Jahren sind Games-Websites wie Poker und Kasino-Seiten auch stark gewachsen, wenn es um Partnerprogramme geht. Überall dort, wo waren oder Dienstleistungen online nachgefragt und oder angeboten werden, überall dort gibt es Partnerprogramme.

Unterschiedliche Arten der Bezahlung der Werbung

Bei einer Zeitung bezahlt man einen festen Anzeigenpreis für eine bestimmte Anzeige. Während bei solchen Anzeigen zwar die Hoffnung besteht, das die Anzeige wahrgenommen wird und vielleicht jemand einkaufen geht, hat sich bei Internetwerbung eine andere, breitere Palette von Bezahlmöglichkeiten herausgebildet.

Es können unterschiedliche Leistungen des Webmasters bezahlt werden. Es kann dafür Geld geben, dass die Anzeige des Merchants aufgerufen wird, oder dass sich sein Besucher zu der Angebotsseite "durchklickt". Stark im Vormarsch sind vor allem Prämien dafür, dass sich ein Besucher auf dem Internetangebot des Merchants für eine (zumeist kostenlose) Leistung anmeldet oder dort etwas kauft. Die Begriffe dazu heißen "pay per view", "pay per click", "pay per lead" und "pay per sale".

Das Ziel des Merchants ist es, einen Gewinn aus seiner Werbung zu erzielen. Das bloße Betrachten einer Werbeanzeige ist deshalb auch weit weniger interessant als ein realer Einkauf. Deshalb gibt es auch die allermeisten Partnerprogramme als "pay per sale" - das heißt: Es gibt Prozente oder eine festgelegte Summe pro Einkauf des vermittelten Besuchers. Das kann durchaus lukrativ für beide Seiten sein.

Kleine Webseiten haben es bei Partnerprogrammen schwer

Mal abgesehen davon, dass die Preise für Werbung im Internet seit dem platzen der "dot.com Blase" erheblich in den Keller gefallen sind, sollte man als Betreiber einer kleinen Webseite seine Hoffnung in die Vermarktung der Werbeplätze nicht zu hoch schrauben. Allein die Wahrscheinlichkeitsrechnung sagt: Die Masse macht's! Man geht davon aus, dass im besten Fall einer von 200 Betrachtern auf ein Banner klickt, und natürlich wird nicht jeder dieser Leute auf der fremden Webseite etwas kaufen. Neben so einfachen Fragestellungen wie "An welcher Stelle meiner Homepage baue ich das Banner ein?" ist vor allem die "inhaltliche Nähe" der eigenen Webseite zum Angebot des Merchants entscheidend. Es ist logisch, dass der Besucher einer privaten Webseite über Modelleisenbahnen nicht so sehr an dem Erwerb eines Kochbuches interessiert sein wird. Eher wird er bei einem Angebot über Modelleisenbahnen zuschlagen.

Es ist also zu überlegen:
• Will ich überhaupt Werbung auf meiner Seite?
• Welche Themen von Werbung möchte ich einbinden?
• Gibt es Merchants, die Partnerprogramme in diesem Bereich anbieten?
• Lohnt sich das dann überhaupt?

Internetwerbung

Begriffe aus Internetwerbung

  • pay per view (ppv): Die Bezahlung des Werbeplatzes wird anhand der Anzahl der Werbeflächenaufrufe abgerechnet.
  • pay per click (ppc): Für jeden vermittelten Besucher auf der beworbenen Webseite gibt es Geld
  • pay per lead:Der Besucher muss auf der beworbenen Seite noch etwas machen, z.B. sich in ein kostenloses Angebot eintragen.
  • pay per sale: Die Abrechnung erfolg je nach über den Besucher erfolgten Verkauf auf einer fremden Webseite.

Affiliate

Was heißt eigentlich "Affiliate"?

engl. für "als Mitglied aufnehmen", "angliedern", "sich anschließen" - Bezüglich des Internets sind damit sogenannte "Partnerprogramme" gemeint, die von einigen kommerzielen Web-Sites oder Internet-Shops angeboten werden.